Festgottesdienst in Wisen anlässlich des Abschieds der Kirchgemeinde Wisen und dem Dank an Max Läuchli

Ein Gottesdienst für die Geschichtsbücher - Mit überwältigendem Mehr haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der röm.-kath. Kirchgemeinden Trimbach und Wisen 2017 beschlossen auf den 1. Januar 2018 zu fusionieren. Dies hat im ersten Moment vor allem die Kirchgemeinde Wisen vor grosse Veränderungen gestellt. Vier der fünf bisherigen Kirchenräte und Max Läuchli zusätzlich als langjähriger Sakristan haben in Folge darauf verzichtet, ihre bisherigen Ämter weiterzuführen. Diesem Umstand war der eindrückliche Festgottesdienst vom 24. Februar gewidmet: Abschied von der Kirchgemeinde Wisen in der bisherigen Form und Aufbruch zu neuen Ufern.

Der Gottesdienst stand unter der Leitung von Mario Hübscher und Andreas Brun, der es verstand in packenden Predigtworten, unterm dem Thema "Motivation", einen Bogen von den biblischen Texten zum hier und jetzt zu schlagen. Dabei standen die Beweggründe Jesu für sein Handeln im Zentrum, die Andreas Brun im Dreischritt "Tradition - in sich zu Hause sein - Beziehung zu Gott" verortete und die Gemeinde nach ihrer Motivation nachfragte. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass durch die wunderbaren Fähigkeiten von Christoph Mauerhofer an der Orgel und Regula Anderes, Violine. Zum Schluss des Gottesdienstes ergriff zuerst Martina Nussbaumer, letzte Kirchgemeinderatspräsidentin von Wisen, das Wort, zeichnete kurz die Geschichte und die Arbeit der Kirchgemeinde nach und dankte vor allem herzlich für den Einsatz der bisherigen Räte und ganz speziell dem Wirken von Max Läuchli, der 48 Jahre im Dienst der Kirchgemeinde stand, wovon 45 Jahre als Sakristan. Mehr als ein halbes Leben reich gefüllt mit Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Kirche verzieren, Ministranten anleiten und vielem mehr. Damit er nun nicht in ein Loch fällt, wurde im unter anderem ein mehrteiliges Puzzle mit dem Bild der Kirche von Wisen überreicht. Martina Nussbaumer wies darauf hin, dass zwar nun die Geschichte der Kirchgemeinde Wisen ein Ende findet und in einer grösseren Form aufgeht, aber die Pfarrei weiter besteht, dort Rita Bloch und Clara Reber die ersten Zugpferde sind und auf viel Unterstützung hoffen, um das Pfarreileben weiterhin zu erhalten und auch auszubauen. Im Anschluss verdankte Rita Bloch die Arbeit, den grossen Einsatz und das weitere Wirken von Martina Nussbaumer, die in der neuen Kirchgemeinde Trimbach-Wisen Vizepräsidentin ist, und übergab ihr eine Massagerolle, damit ihre Muskulatur immer genug Entlastung hat. Den Schluss im Reigen der Vortragenden bildete John Steggerda, der alte Kirchgemeindepräsident von Trimbach und gleichzeitig der neue von Trimbach-Wisen. Er betonte, damit neues wachsen könne, was man auch in der Natur sehe, müsse manchmal altes sterben. Auf diesem Dünger könne etwas anderes spriessen. Er dankte allen Stimmberechtigen für ihren Mut und ihre Weisheit und stellte diesen Vorgang auch in den Bund, den Gott mit Noah und in der Folge mit uns geschlossen hatte, im Zeichen des Regenbogens immer mit uns unterwegs zu sein und uns nie zu verlassen. Als äusseres Zeichen dafür schenkte er der neuen Kirchgemeinde zwei Kerzen in Regenbogenfarben, die nun jeweils bei gemeinsamen Anlässen in den entsprechenden Kirchen oder Sitzungsräumen brennen sollen. Der Gottesdienst fand seinen Abschluss in einem gemeinsamen Lied und dem Segen. Im kleineren Rahmen wurden dann von Martina Nussbaumer auch noch die Verdienste weiterer Mitarbeitenden gewürdigt. Damit ist der Stein gelegt, an der neuen Kirchgemeinde Trimbach-Wisen zu bauen.

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